Ganztagskonzept

Gesamtkonzeption GTA Schulförderverein Sabel-Schulen Freital e.V. (gemeinnützig)

 

Sozialraumanalyse:

 

Unsere Oberschule Sabel Freital wird zurzeit, im August 2017, von 209 Schülern besucht. Da nicht alle Schüler ein GTA – Angebot besuchen rechnen wir im neuen Schuljahr mit 120 GTA – Schülern.

 

Unsere Oberschule befindet am Rande Freitals und hat ein Einzugsgebiet von ungefähr 15 km im Umkreis von Freital, denn die Mehrheit der Schüler kommt aus kleinen Orten des Freitaler Umlandes. Die Schüler kommen demzufolge mit den unterschiedlichsten öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule und der Unterrichtsbeginn bzw. das Unterrichtsende ist somit mit verschiedensten Regionalbuslinien abzustimmen, wobei die Verkehrsanbindung der Schule sehr gut ist.  Eine Freitaler Stadtbuslinie und eine Regionalbuslinie haben ihre Haltestelle fast unmittelbar vor der Schule und der S-Bahnhof Freital-Hainsberg sowie Haltestellen anderer Regionalbuslinien sind etwa 10 Minuten Fußweg von der Schule entfernt. Einige wenige Schüler wohnen aber bis zu 22 km entfernt und werden von ihren Eltern mit dem PKW zur Schule gebracht.

Die Schüler kommen aus verschiedenen sozialen Schichten und ihre Eltern repräsentieren ein breites Spektrum an Berufsgruppen, wobei der überwiegende Teil der Eltern beruflich stark eingespannt ist. Die meisten Eltern sind engagiert und interessieren sich für die Belange der Schule.

Manche Kinder wachsen in Familien mit mehreren Geschwistern auf, andere sind Einzelkinder. Einige wenige Schüler leben bei einem alleinerziehenden Elternteil.

 

Rund 10 % der Schüler sind Integrationsschüler. Ein Fünftel der Schüler hat eine festgestellte Lese-Rechtschreibschwäche und bei etwa einem Zwölftel der Schüler wurde eine Dyskalkulie diagnostiziert.

 

Die Lehrerschaft setzt sich aus 15 Frauen und 13 Männern zusammen, wobei wenige Lehrer, wie beispielsweise der Religionslehrer, nur wenige Stunden an unserer Schule tätig sind. Das Alter der Lehrerinnen und Lehrer reicht von 27 bis 75 Jahren, wobei alle Altersgruppen sehr ausgewogen vertreten sind. 

 

Ziele für Antragszeitraum:

 

Der Schwerpunkt liegt auf der Ausbildung von vielseitig gebildeten Schülern. Die Ganztagsangebote sollen dazu beitragen, dass die Schüler sowohl eine gute Allgemeinbildung haben als auch ihren Realschulabschluss mit Erfolg erreichen. Einigen Schülern fällt das Lernen nicht leicht. Damit sie dennoch, ihrem Wunsch entsprechend, den Realschulbildungsgang erfolgreich bewältigen können ist der Arbeitsbereich „Leistungsdifferenzierte und unterrichtsergänzende Lernangebote“ sehr wichtig, um auftretenden Lernproblemen begegnen zu können, zumal es ab der 7. Klasse keinen Förderunterricht nach Stundentafel mehr gibt. Für die zahlreichen Schüler mit Teilleistungsschwächen ist gerade das GTA eine wichtige Grundlage, um die Anforderungen des sächsischen Lehrplans zu erfüllen. Sie entwickeln zunehmend mehr Selbstbewusstsein durch Erfolgserlebnisse im geschützten Rahmen der GTA. Ziel ist es, die Kinder individuell zu fördern und zu stärken, aber nicht nur die Kinder mit Teilleistungsschwächen, sondern auch die leistungsstarken Schüler, die Schüler mit besonders ausgeprägten Interessen und jene mit Begabungen im musischen und naturwissenschaftlichen Bereich. Auch dieses Ziel wird langfristig angestrebt. 

 

Des Weiteren wollen wir den Kindern die Möglichkeit einer sinnvollen Freizeitgestaltung bieten. Dies gibt Struktur im Schulalltag und fördert vor allem ein lebendiges und vielseitiges Schulleben. Die GTA orientieren sich an den Interessen und individuellen Besonderheiten der Kinder, wobei der individuellen Förderung und Interessenentwicklung durch die Vielseitigkeit unserer Angebote Rechnung getragen wird. Die Weiterführung der GTA der letzten Schuljahre, wie beispielsweise Seifenkistenrennen und Rettungsschwimmen, welche von den Schülern sehr gern besucht wurden, dient dazu, Begonnenes fortzusetzen. Zahlreiche Schüler haben sich für unsere Oberschule entschieden, weil sie sich für künstlerisch-gestalterische Tätigkeiten, wie Malen, Zeichnen, Modellieren sehr interessieren. 

 

Fast alle Schüler sind sehr froh darüber, dass die Lehrer Zeit für sie haben und die Schüler sich mit ihren Problemen an die Lehrer wenden können. Dies ist mit darauf zurückzuführen, dass zahlreiche GTA von Lehrern der Schule durchgeführt werden und dann im Rahmen des GTA die Zeit und Möglichkeit für diese ganz individuelle Zuwendung da ist.

 

Ein langfristiges Ziel ist der weitere Ausbau der Schulband an der Schule, die dann bei verschiedensten schulischen Veranstaltungen auftreten kann. Vor allem sollen die Schüler dabei ein Gemeinschaftsgefühl, eine enge Verbundenheit mit ihrer Schule und ein lernförderndes Schulklima erleben. Dies trägt dazu bei, bei den Schülern Vertrauen zu entwickeln, in die Schule und in sich selbst. Die GTA spielen dabei eine wichtige sehr wichtige Rolle. Gerade auch bei Konflikten der Schüler untereinander kann beim Zusammenarbeiten in GTA Gruppen ein besseres gegenseitiges Kennenlernen und Verständnis für einander entwickelt werden.

 

Des Weiteren soll die Verbundenheit zur Heimat zwischen Erzgebirge und Elbtal gefördert werden.

 

Bezug zum Schulprogramm:

 

Unsere Oberschule ist mit dem Schwerpunkt der individuellen Förderung unserer Schüler angetreten. Seit dem ersten Schultag, dem 10.08.2009 wird dieses Ziel konsequent verfolgt und umgesetzt. Diese Förderung bezieht sich auf Schüler mit Teilleistungsschwächen als auch auf persönliche Interessen und Neigungen, die es zu entdecken und zu entwickeln gilt. Dabei gibt es auch den Bereich der Begabtenförderung. Da diese Förderung nicht ausschließlich im Unterricht zu leisten ist, beinhaltet unser Schulkonzept Ganztagsangebote. Die Schulentwicklung ist somit eng mit den Angeboten verknüpft. Die bisherigen Erfahrungen zeigen eine positive Resonanz. Mehr als 60% der Schüler nehmen an einem oder mehreren Ganztagsangeboten teil. Gerade die Verbindung zu den regionalen Besonderheiten ist nur mit dem Ganztagesprogramm realisierbar. Im Unterricht ist diese Komponente nur in Ansätzen zu verwirklichen.

Das Ganztagsangebot ist wesentlicher Bestandteil der individuellen Förderung der Schüler, um Teilleistungsschwächen zu mindern und um auch die individuellen Neigungen zu fördern und Interessen für Neues zu wecken gemäß dem Thema: Erkundungen zwischen Erzgebirge und Elbtal. Die Angebote wurden auf Informationsveranstaltungen und zu den Elternabenden vorgestellt und stießen auf großes Interesse.

Mehrere Kinder, die bei uns angemeldet werden, haben Teilleistungsschwächen (Legasthenie, Dyskalkulie) und die Eltern haben gerade deshalb unsere Schule gewählt. In diesem Bereich können wir auch mit den Kollegen des Sabel-Schüler-Zentrums, welches Legasthenie- und Dyskalkulietherapie anbietet, zusammenarbeiten.

Die Angebote des GTA im Freizeitbereich unterstützen die Ausprägung eines Gemeinschaftsgefühls und die Akzeptanz von Teilleistungsschwächen. Die Teilergebnisse einiger GTA werden beispielsweise am Tag der offenen Tür präsentiert. Dies stärkt die Schüler auf verschiedenen Ebenen.

Die etablierten Ausbildungsrichtungen an unseren Sabel - Fachoberschulen tragen auch dazu bei, Interessen zu wecken. Gerade die künstlerische Ausrichtung findet regen Zuspruch bei Präsentationen in der Öffentlichkeit (Messen, Tag der offenen Tür etc.). An unserer Ferienprojektwoche nehmen auch Schüler der Schule teil. Die Schüler können bei Sabel in Freital von der Oberschule bis zum Fachabitur geführt werden. Das GTA leistet einen wichtigen Beitrag zur Ausbildung individueller Neigungen und Entwicklung von Stärken bei jedem einzelnen Schüler. 

Lehrer, die schon mehrere Jahre in den verschiedenen Ausbildungsrichtungen in unserem Hause arbeiten, sind an der Konzeptentwicklung beteiligt und bringen sich mit ihren fachlichen Kompetenzen ein.

 

Begründung der Schwerpunktsetzung:

 

In unserem Schulkonzept ist verankert, dass wir die besonderen Bedürfnisse der Schüler mit Teil-leistungsschwächen berücksichtigen, diese Schüler individuell fördern und dabei mit dem Sabel-Schüler-Zentrum Forum Legasthenie und Dyskalkulie kooperieren und damit die neuesten Erkenntnisse zur Förderung im Unterricht anwenden.

Somit sind an unserer Schule überdurchschnittlich viele Schüler mit Teilleistungsschwächen angemeldet.

Im Rahmen des Ganztagsangebotes Arbeitsbereich „Leistungsdifferenzierte unterrichtsergänzende Angebote“ können Schüler mit festgestellter Lese-Rechtschreibschwäche, Schüler mit Verdacht auf Lese-Rechtschreibschwäche oder ähnlichen Problemen individuell in kleinen Gruppen gefördert werden. Das gleiche trifft für Schüler, die die Symptome einer Rechenschwäche aufweisen, zu.

Da diesen Schülern aufgrund ihrer Teilleistungsschwäche vielfach die Freude an dem jeweiligen Fach fehlt, sind die Angebote so konzipiert, dass Erfolgserlebnisse durch einen spielerischen, freudvollen und entdeckenden Umgang mit Zahlen und Buchstaben erreicht werden, die Schüler merken also, dass Mathematik und Deutsch auch Spaß machen können. Damit ist auch geplant, dass nicht nur Schüler mit Defiziten die entsprechenden Angebote besuchen, sondern auch Schüler mit Interesse am Fach und z.B. alle gemeinsam auf „Entdeckungen in der Welt der Zahlen“ gehen können.

 

Weiterhin ist ein Schwerpunkt der künstlerische Bereich, weil unter den Schülern ein sehr großes Interesse an künstlerischer und gestalterischer Betätigung besteht.

 

Organisationsform/Mindestanforderungen der Kultusministerkonferenz:

 

Für das GTA behalten wir, wie schon in den vergangenen Schuljahren, die offene Form bei. Ein wesentliches Ziel ist die individuelle Förderung sowie die organisatorische Situation. Die Schüler sind teilweise in andere Freizeitaktivitäten in ihren Heimatorten eingebunden und möchten diese auch weiter besuchen können. Mit der offenen Form des GTA ist somit die Möglichkeit geboten, die Teilnahme am GTA mit der Nutzung der Freizeitaktivitäten in den Heimatorten in Einklang zu bringen. Die offene Form des GTA bietet sich auch deshalb an, weil viele Schüler nicht nur aus Freital, sondern aus mehreren Orten der Umgebung kommen, die teils ungünstig an den öffentlichen Nahverkehr angebunden sind. So besteht die Möglichkeit, die Teilnahme am GTA mit den Fahrmöglichkeiten abzustimmen. 

 

Ganztagsschulen sind nach der Definition der Kultusministerkonferenz Schulen, bei denen im Primar- und Sekundarbereich I über den vormittäglichen Unterricht hinaus an mindestens drei Tagen in der Woche ein ganztägiges Angebot für die Schülerinnen und Schüler bereitgestellt wird, das täglich mindestens sieben Zeitstunden umfasst; an allen Tagen des Ganztagsbetriebs den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern ein Mittagessen bereit gestellt wird, die nachmittäglichen Angebote unter der Aufsicht und Verantwortung der Schulleitung organisiert, in enger Kooperation mit der Schulleitung durchgeführt werden und in einem konzeptionellen Zusammenhang mit dem vormittäglichen Unterricht stehen.

 

An unserer Oberschule werden die Angebote an fünf Tagen über den vormittäglichen Unterricht hinaus angeboten. Der Unterrichtsbeginn ist 8:10 Uhr. Einschließlich der Mittagspause endet die Kernunterrichtszeit 13:35 Uhr. Nach einer Pause beginnen die Angebote einschließlich der Haus-aufgabenbetreuung. Die GTA enden 15:15 Uhr wobei einzelne Angebote auch bis 16:00 Uhr gehen. 

 

Alle Schüler haben die Möglichkeit am Mittagessen teilzunehmen. Ein regionaler Anbieter kocht frisch vor Ort. Ein Speiseraum und eine zeitlich ausreichende Mittagspause stehen zur Verfügung.

 

Die nachmittäglichen Angebote werden von der Schulleitung geplant und größtenteils durch Lehrkräfte, die bei Sabel in Freital unterrichten, ausgeführt. Das Gesamtkonzept der Schule wird dabei durch die Schulkonferenz beachtet. Die Verbindung bzw. der konzeptionelle Zusammenhang zum Vormittagsunterricht ist gewährleistet. Unterrichtsergänzend gibt es fachübergreifende Projekte und Angebote, die sich unter anderem mit der Umgebung unserer Schule und der Region zwischen Erzgebirge und Elbtal befassen.

 

Dabei können sich alle Fächer einbringen. In besonderer Weise sind es Deutsch, Mathematik, Physik, Informatik/Werken, Englisch und Kunst. Aber auch Geografie, Biologie, Sport und Musik sind eng mit den GTA – Angeboten verflochten. Da fast alle beteiligten Kursleiter in unserer Einrichtung arbeiten, ist der direkte Austausch über Verhalten, Leistungen und Auffälligkeiten problemlos und schnell möglich.

 

 

Rhythmisierung:

 

Wechsel von Leistungs-, Entspannungs- und Ruhephasen bestimmt den Schulalltag. Ab 7.15 Uhr morgens können die Schüler in der Schule eintreffen und werden von Lehrern betreut. Die Kernunterrichtszeit beginnt um 8:10 Uhr und geht bis 13:35 Uhr.

 

Die Stunden werden überwiegend in 45 – Minuten – Einheiten geplant, im Fach Sport und den Fächern Biologie, Musik, Ethik, Religion, Englisch, Kunst gibt es 90 - Minuten – Blöcke.

 

Eine Frühstückspause bietet Gelegenheit für Bewegung im Freien auf dem Schulhof, sowie die Einnahme des Frühstücks.

 

Auch das Mittagessen wird gemeinsam in der Kantine eingenommen (die Mittagspause liegt in der Kernunterrichtszeit). Die Mittagspause ist zeitlich gestaffelt, damit alle Schüler genügend Platz in der Kantine finden und lange Schlangen bei der Essenausgabe vermieden werden. So ist nach dem Essen noch genug Zeit um sich im Freien zu bewegen und zu entspannen.

 

Im Anschluss an den Kernunterricht können die Schüler die Ganztagsangebote besuchen bzw. unter Anleitung und mit Hilfe durch die Lehrer der Schule ihre Hausaufgaben in der Schule erledigen. 

 

Die Unterrichtsgestaltung liegt in der Verantwortung der einzelnen Fachlehrer. Es gibt verschiedene Formen des Unterrichts. Neben Frontalunterricht werden Projektunterricht und Partner- und Gruppenarbeit genutzt. Verschiedene Unterrichtsformen (Stationsunterricht, Freiarbeit) bieten unterschiedliche Lernerfahrungen und lassen Spielräume für individuelle Aktivitäten. Die Schüler können so ihre Stärken einbringen, aber auch lernen Schwächen abzubauen und soziale Kompetenzen erwerben.

 

Unsere Oberschule verfügt über ein „Klassenzimmer im Grünen“, so dass bei schönem Wetter der Unterricht auch im Freien, in einem geschützten ruhigen Teil des Schulgeländes stattfinden kann. In dem „Klassenzimmer im Grünen“ gibt es Sitzbänke und Tische aus massiven Holz für 24 Schüler, einem Lehrerpult, auch aus Massivholz und sogar eine wettergeschützte große Tafel.

 

Kontakt

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